20.02.09

Permalink 13:06:49, von zucker   —   Kategorien: main

41

So sieht es aus, wenn der Onkel des Geburtstagskindes das Geburtstagskind mit dem Namen des Tieres des Geburtstagskindes tituliert.
Das muss man nicht verstehen, is halt so :)

19.02.09

Permalink 21:56:25, von zucker   —   Kategorien: main

Kein Himmel über Berlin

20.01.09

Permalink 17:54:14, von zucker   —   Kategorien: main

Keine Chance bei Ikea

Das Resultat des letzten Regalkaufs hat sich zwar als hübsch, aber unpraktisch erwiesen, also soll Billy her. Billy kennen Sie doch sicher, genau, Ikea.

Ikea ist ja so ein Einkaufsparadies für Autofahrer. Oder kennen Sie einen Nicht-Autoeigner, der sich regelmässig daran erfreut mit dem ÖPNV auf die grüne Wiese rauszujuckeln und nach stundenlangem Im-Kreis-Rumgegrase schwer bepackt in den Bus steigt und glücklich gen Heimat rollert?

Ich bin ja bekanntermassen Nicht-Führerschein-Besitzer und Nicht-Auto-Besitzer, ergo betrachte ich die Welt immer aus einem etwas anderen Blickwinkel.
Wie also an ein (zugegebenermassen durchaus praktisches und auch nett anzusehendes) Billyregal kommen? Genaugenommen sollen es sogar drei werden, hübsch nebeneinander.

Völlig dem Größenwahn verfallen rechne ich mir anhand der Ikea-Webseite mal aus, was es denn nun kosten täte, drei Billys
1. aufzukaufen und
2. auch noch liefern zu lassen!
Von Treppehochschleppen und Zusammenbauen reden wir an dieser Stelle garnicht erst.
Die Lieferbedingungen sind etwas nebulös, und ich stelle schnell fest, daß mein Budget nicht einen solchen Betrag für drei Bücherregale vorsieht.

Wat nü?

Ich konsultiere Wikenia, ein Portal, wo gebrauchte Ikeamöbel vertickt werden.
Supersache, aber das löst ja mein Transportproblem nicht!

Das Transportproblem scheint bis hier genaugenommen das Hauptproblem zu sein.

Ich inseriere also in einem Stadtmagazin, daß ich jemanden suche, der mir ein paar Billyregale von A nach B karren kann, so ich sie denn mal irgendwann käuflich erstehen sollte! Und keine zwei Tage später bekomme ich auch eine Angebots-Mail, in der man mir nach einem komplizierten Schlüssel aufdröselt, mit welchen Anfahrtskosten, Kilometerpauschalen und sonstigen Kosten ich rechnen müsse.
Ich verstehe kein Wort und simuliere mal einen Punkt A und einen Punkt B und lasse mir durchrechen, was das dann wohl kosten täte.
Och, das klingt ja verträglich!
Also maile ich wieder zurück, ohja, zu dem Preis wäre ich mit dabei, nun müsste ich aber erstmal bei Ebay das entsprechende Objekt der Begierde ersteigern, dann würde ich das Angebot gerne in Anspruch nehmen. Gebongt.

Einen Tag später gibt es frische Post.
Das Transportgefährt sei bei widerlichen Tiefsttemperaturen gestartet worden, hätte hässliche Geräusche von sich gegeben und sei nun leiderleider verstorben.
Genaugenommen war die Mail technisch etwas präziser gehalten, aber ich habe wieder kein Wort verstanden und kürze das jetzt mal etwas ab, damit auch wirklich alle verstehen was gemeint ist.
Es täte ihm ja sehr leid und er könne sich mal umhören nach einem anderen Transporteur.
Sehr nett, danke.

Ich sehe das Abenteuer Billy in die Ferne rücken und wühle mich eher lustlos durch Ebay (Suchbegriff Billy, Regal, Umkreis 25km) und - schockschwerenot - werde fündig.
Da möchte jemand aus dem Kölner Umland vier Billyregale verkaufen, und für nen Zwannie werden mir die sogar bis vor die Tür geliefert!
Dascha mal nen dolles Ding! Sollte es so einfach sein?

Wir korrospondieren ein wenig hin und her, die passenden Aufsätze für die Regale hätte er auch noch da, und das alles könne er kommenden Sonntag bei mir vorbeikarren.
Klasse! So hätten wirs gerne! Gekauft!

Und tatsächlich: den darauffolgenden Sonntag klingelt der junge Mann 10 Minuten vor der verabredeten Zeit an meiner Tür Sturm, und die nächste halbe Stunde schleppen wir jappsend Billyregale, Billyeinlegeböden und Billyregalaufsätze in den Waschkeller. Ob ich wohl noch mehr davon bräuchte, er hätte da noch ein paar … nein, danke, das muss jetzt erstmal reichen.

Im Anschluss an diese Aktion streckte mich eine gewisse Lethargie nieder, und es brauchte eine gute Woche, bis ich zwei der Regale erfolgreich zerlegt und in Einzelteilen die Treppe hochgetragen hatte, um diese ausgesprochen ungastlich im Schlafzimmer zu stapeln.
Parallel dazu wollten ja die drei bisherigen Regale abgebaut werden, und der Inhalt besagter Regale musste vorab strategisch gestapelt und verteilt werden.
Richtig, nun gab es schon zwei ungastliche Räume: das Schlaf- und das Wohnzimmer!

Das ist das Schöne an Lethargie: wenns zu ungemütlich wird findet auch die beste Lethargie abrupt ein Ende. Ganz zu schweigen davon, was die Schildkröte sagt, wenn sie die winterschläfrigen Augen aufschlägt und dieses Bretter- und Bücherchaos erblickt - nein, so konnte das nicht weitergehen.

Also wurden in den letzten zwei Tagen die diversen neuen Regalteile zusammengefügt, und die alten Regale grösstenteils in den Keller gepresst. Glücklicherweise stapelt der Nachbar gerade im Keller seinen Sperrmüll übereinander, so das meine ungezählten Regaleinzelteile dazwischen nicht so sehr ins Gewicht fallen.

Gestern abend waren dann jedenfalls erfolgreich zwei Regale aufgebaut und an die Wand geschoben, als ich feststellte, daß der Inhalt der mitgelieferte Butterbrotpapiertüte mit Metallpinökeln sich dem Ende zuneigte. Genaugenommen fehlen mir die Pins um sieben Einlegeböden einzulegen! Au Backe!
Da muss der Hersteller her .. und das ist bekanntermassen Ikea!

Auf der billyeigenen Webseite gibt es keine Metallpinökel. Oder Pins. Oder Regalhalterungen, Oder Stifte. Oder Metallstifte. Oder … whatever!

Statt dessen gibt es Frag einfach Anna.

Sie haben keine Vorstellung, wie mein Blutdruck in die Höhe pumpert, bei diesen drei harmlosen Worten!
“Anna” ist ein sogenanntes Eliza. Eine hirnlose Datenbank. Und was die aus Anfragen nach Metallpinökeln oder ähnlichem macht lesen Sie vielleicht besser hier nach, bevor es mich mit einem Blutgerinsel im Kopf vom Stuhl haut.
Aber bitte sehr wiederkommen nach dem Lesen!

Der Dialog mit Anna führte mich also ins Nichts, und ich beschloss mich nicht weiter auszuregen, schliesslich kann man um 23h nicht den vollen Service erwarten, also Ruhe bewaren und das Problem nochmal zu üblichen Geschäftszeiten in Angriff nehmen.

Was ich dann heute versuchte! Wo sind meine Tropfen! Ja, versuchte!
Der sogenannte Servicebereich der Ikea-Webseite deckt alles Mögliche ab, und auch die dämliche Anna war wieder mit von der Partie!
Aber die kannte ich ja schon.
Es folgt eine halbe Stunde Suchen und Klicken und Weitersuchen - und wieder mal poppte Anna auf - und ich kramte und suchte … aber das Nachbestellen von Metallpins ist bei Ikea nicht vorgesehen.
Gut, rufe ich da an.

Ich bezahle 14 cent/Minute für eine Hotline.
Die offensichtlich von Annas Schwester besetzt ist! Bundeseinheitlich!
Minutenlang trällert ein pseudo-schwedischer Dialekt mich fröhlich voll, über die Ikea-Family-Card, dank der mir Ikea eine Tasse Kaffee spendiert, wenn ich ab und an mal vorbeikomme… und ähnliches Gewäsch!
Keine Chance meine Frage an wen zu richten und eventuell eine Antwort zu bekommen!
Ich zahle also 14 cent/Minute für Humbug!

Ich bin ja wirklich gewillt, einen gewissen Betrag auzugeben für das, was sich früher Service nannte.
Aber hier soll ich dafür bezahlen, daß mich ein Band vollblubbert? Ohne die geringste Option, meine Frage an jemanden zur richten, der sie eventuell beantworten könnte?


Gehören Sie zu den Menschen die jetzt Folgendes denken?
“Was regt die sich so auf, das ist doch normal!”
Dann verrate ich Ihnen was:
Sie haben es nicht anders verdient!

Ich habe jetzt mal die Mailadresse aus dem Impressum von Ikea angemailt.
Der Gesetzgeber hat die Impressumspflicht nämlich nicht eingeführt, damit es auf kommerziellen Webseiten noch einen Knopf mehr zum Anklicken gibt.
Sondern - unter anderem - … ich zitiere Wikipedia … :

(1) Diensteanbieter haben für geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene Telemedien folgende Informationen leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar zu halten:

2. Angaben, die eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme und unmittelbare Kommunikation mit ihnen ermöglichen, einschließlich der Adresse der elektronischen Post …

Und ich werde Ikea so lange weiter auf den Sack gehen, bis man meine Frage nach den Metallpinökeln zu meiner Zufriedenheit beantwortet hat.
Was Ikea unter Service versteht wird unter diesem Link übrigens sehr gut verdeutlicht:
http://www.ikea.com/ms/de_DE/ms/de_DE/customer_service/ikea_services/ikea_serviceleistungen.html
Lustig, gelle?
Wenns nur nicht so zum Kotzen wäre!

02.01.09

Permalink 20:40:31, von zucker   —   Kategorien: main

5

Fünf Jahre Nichtraucher-Zucker.
Aufn Tag genau. Unglaublich, daß ich das geschafft habe!

Umso bizarrer, daß ich als Nichtraucher nun ständig Raucherclubs beitreten muss, wenn ich auswärtig Biertrinken gehe. Letztens kam ich beinahe nicht in so nen Laden, weil der Troll an der Tür mir nicht glauben wollte, das ich Minni Maus heisse und meinen Personalausweis sehen wollte!
Und was diese ‘Raucherclubs’ nun mit meinen Daten anstellen ist natürlich auch mein höchst-eigenes Problem. Das habe ich halt davon …

Alles in allem ein höchst unerfreuliches Thema.
Auch wenns noch genug andere Probleme gibt.
Ziehen wir uns warm an - es ist Wahljahr, ja ja :)

06.12.08

Permalink 02:59:12, von zucker   —   Kategorien: main, erna

Fick Dich

“Und? Wie gehts Erna?”
Fick Dich. Denke ich.

Der Klassiker.
“Und, wie gehts?”

Aber während mein Gegenüber beim Klassiker als Antwort nur ein:"Alles bestens, und selbst?” erwartet, wird mit der Frage nach Erna auch noch eine lustige Geschichte angefordert.

“Erna schläft. Es ist Winter!”
Wenigstens antworte ich.

“Och.”

Ich warte ab, wie sich dieser Dialog fortsetzen soll.
“Schläft?”
“Ja, Winterschlaf.”

Ich bin gnädig und kommentiere ‘witzig’:
“Wenn Erna sich hinter der Bierkiste zusammenrollt und an den Kühlschrank kuschelt, dann ist das ein klassisches Zeichen für Winterschlaf.”
Mein Gegenüber kichert blöd.

Das Gespräch verstirbt.
Wieder mal stimmte der erste Gedanke.
Fick Dich.


P.S.: Erna hockt tatsächlich hinter der Bierkiste neben dem Kühlschrank.
Und weils nicht nach vermodernder Schildkröte riecht, schläft der Kleine wahrscheinlich.
Hoffe ich inständig!
Anderweitige Erfahrungen werde ich hier dann entsprechend mitteilen.

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